Fotografie

So fotografieren Sie Ihre Kunstwerke - ein Leitfaden für Einsteiger

Von Tom | 13. März 2020


Wenn Sie Ihr Kunstwerk fotografieren - sei es für Instagram oder um es online zu verkaufen - möchten Sie es natürlich im besten Licht präsentieren. Jede Schattierung, jeder Winkel und jede Blüte soll so erstrahlen, als wenn man direkt davor stehen würde. Wir haben Ard Doko, einen unserer Kunstexperten, gebeten, uns durch alles Wissenswerte zu führen, was man beim Fotografieren von Kunst beachten sollte.


Üblicherweise nehmen wir Kunstwerke vor allem in Galerien und Museen genau unter die Lupe. Allerdings präsentieren Kunstliebhaber ihre Errungenschaften inzwischen auch gerne online. Genau wie Galerien, geben sich auch private Besitzer viel Mühe, um ihre Kunst zu zeigen. „Wenn man Kunst verkaufen will, will man sie von ihrer besten Seite präsentieren. Attraktive Fotos steigern ganz klar die Verkaufserlöse", erklärt Ard. „Es ist wie bei einem ersten Date. Man zieht sich hübsch an und zeigt sich von der besten Seite, um den besten Eindruck zu hinterlassen. Bei Kunst ist das nicht anders". 


Alles dreht sich um die Epoche


Es gibt Kunstwerke aus vielen verschiedenen Epochen und abhängig davon ändern sich auch die Anforderungen an die Fotografie. Was ein gutes Foto einer zeitgenössischen Arbeit (Street Art zum Beispiel) ausmacht, funktioniert vielleicht nicht für die klassische Kunst. „Es geht darum, die Details zu erfassen und hervorzuheben und die variieren je nach Genre", sagt Ard. „Bei klassischen Gemälden sollte man zum Beispiel der Rückseite mindestens genauso viel Aufmerksamkeit schenken wie der Vorderseite, während man bei Straßenkunst vor allem die Farben und die Größen einfangen möchte.“


Unabhängig von der Epoche, aus der das Werk stammt, gibt es Dinge, auf die man achten sollte: „Die Signatur, das Datum, die Textur, den Rahmen (falls vorhanden) und einige weitere interessante Details sollte man immer auf den Fotos zeigen“, erklärt Ard. „All das ist interessant und wichtig für jemanden, der Kunst online kaufen möchte“. Beginnen Sie dabei immer mit einem deutlichen Foto des ganzen Kunstwerks. Wenn es ein klassisches Werk ist, zeigen Sie als nächstes die Vorder- und Rückseite und wenn es besonders schön gerahmt ist, dann machen Sie ein paar Nahaufnahmen von dem Rahmen. 

Links: Ein deutliches Foto des Rahmens und aller Details. Rechts: Ein verschwommenes Bild, auf dem der Rahmen nicht deutlich zu erkennen ist.


Wer ist Ihr Publikum?


Wenn Kunst subjektiv ist, dann ist es auch wichtig, viele verschiedene Fotos zu machen und sich darüber im Klaren zu sein, wofür Sie die Bilder brauchen. Wo werden sie veröffentlicht (auf Ihrer Website oder in sozialen Medien) und was wollen Sie vermitteln (Herkunft oder Farbe)? Eine besonders häufig gestellte Frage ist, ob das Kunstwerk vor einem leeren Hintergrund oder im belebten Kontext fotografiert werden soll. Die Antwort ist eindeutig zweideutig, es hängt von Ihrem Publikum ab. 


„Neutrale Hintergründe sind meiner Meinung nach fast immer besser", sagt Ard. „Viele Leute machen Bilder von sich selbst, gemeinsam mit dem Kunstwerk, was jedoch stark von der Kunst ablenkt. Allerdings funktioniert das auf sozialen Medien, wie Instagram, umso besser. Dort stehen Menschen im Vordergrund. Eine Sache, die für alle Betrachter immer gleich wichtig ist, ist die Beleuchtung. „Egal, ob Sie mit Studiolampen oder bei natürlichem Licht fotografieren, stellen Sie sicher, dass die Arbeit gut ausgeleuchtet ist, dass alle in der Beschreibung erwähnten Details und auch eventuelle Beschädigungen sichtbar sind. So vermittelt man den richtigen Eindruck und man vermeidet übertriebene Erwartungen.“


Links: Ein Bild, das sich gut verkaufen lassen würde. Rechts: Ein Bild, das sich nicht nur auf das Kunstwerk bezieht und somit besser für Social Media geeignet ist.


Beachten Sie die Proportionen


Symmetrie ist nicht nur bei bestimmten Kunststilen wichtig - sie ist auch eine entscheidende Komponente eines guten Fotos. Wenn das Kunstwerk im Zentrum des Fotos steht, vermittelt man dem Betrachter ein Gefühl von Professionalität und Klarheit. 


„Heutzutage braucht man keine professionelle Kamera mehr, um gute Fotos zu machen", beruhigt Ard. „Nutzen Sie einfach die Rasterfunktion auf Ihrem Telefon, um ein Kunstwerk zu zentrieren und zuzuschneiden, und stellen Sie sicher, dass ablenkende Elemente entfernt wurden. Wenn Sie Bilder Ihrer Kunst hochladen, stellen Sie sicher, dass die ersten Bilder in erster Linie das Kunstwerk selbst zeigen. Bei Auktionen sind diese besser dazu geeignet, um Interessenten zu begeistern. Auch generell sind solche Fotos besser geeignet, wenn man sein Kunstwerk bewerben möchte.


Links: Ein zentriertes Foto, ohne Ablenkungen. Rechts: Ein dunkles Foto, mit hinderlichen Details auf beiden Seiten des Kunstwerks.


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