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Warum man jetzt mit dem Sammeln von Vinyl anfangen sollte

Die Vinyl-Platte ist  zurück und tritt schneller in unser Leben als je zuvor. Eine überraschende Erfolgsgeschichte einer Industrie, die zum großen Teil durch die Digitale Revolution dominiert wurde und im letzten Jahr ihre höchsten Verkaufszahlen seit 1988 verzeichnete. Platten sind eine Investition in Sound und Qualität und genau diese begehrenswerten Relikte aus einer vermeintlich vergangenen Zeit finden Sie in unseren wöchentlichen Platten Auktionen. 


Von Jeroen Hamelink

Wenn ich an Vinyl-Platten denke, kommen mir zwei Gedanken in den Sinn. Zunächst denke ich an meine Kindheit, als mein Vater stundenlang die Platten von Cream, Jimi Hendrix, Pink Floyd, The Beatles und Led Zeppelin auf einem noch immer funktionierenden Plattenspieler hörte. Als heute 64-Jähriger genoss seine Generation den Höhepunkt der Vinyl-Ära. Und mein zweiter Gedanke dreht sich um den Hipster an der Schule, der seine Plattencover rumzeigt, sie aber wahrscheinlich nie abgespielt hat, geschweige denn überhaupt weiß, wie.


Wie dem auch sei. Im Jahre 2016 sind es nicht länger nur noch die alternativen Hippies oder die Generation Baby-Boom, die eine alte Flamme am Leben halten und noch immer Platten abspielen. Erstaunlicherweise befindet sich jedes andere Musikformat oder Verkaufskonzept in einer Abwärtsspirale. Nur das Vinyl-Revival verzeichnet einen wachsenden Absatz und das ist der Generation-Y zu verdanken. Im Jahr 2015 berichtet Music Watch darüber, dass Konsumenten unter 25 Jahren für die Hälfte aller Vinyl-Verkäufe in den USA verantwortlich sind. Dies stellt einen nicht unbeträchtlichen Umsatz von 6 Millionen gekaufter Platten dar. Die physische Vinyl-Platte bietet eine vollständig neue Hörerfahrung und eine Möglichkeit, sich tatsächlich mit Musik zu beschäftigen, welche sonst recht kurzweilig von sonderbaren snap-instagramm-twitter-Jugendlichen aufgesogen wird. Und etwas ist noch überraschender: diese neue Musikhörerschaft ist weitaus mehr daran interessiert, in alte Platten und limitierte Auflagen zu investieren, als in die aktuellen Charthits.
 

Rekorde brechen
Moderne Künstler sind sich dieser Tatsache ebenfalls bewusst. Adele's „25“und Taylor Swift's „1989“ waren im Jahr 2015 beide in den Top-Fünf der Vinyl-Verkäufe. Und sogar Justin Bieber verkauft sich erstaunlich gut auf Vinyl. Insgesamt stiegen die US-Verkaufszahlen um 30% auf insgesamt 12 Millionen verkaufter Einheiten. Im Vergleich zu 2014 ein unglaubliches Wachstum, wo die Verkäufe noch bei 9 Millionen Platten lagen. In England scheint die gute alte Vinyl die 3 Millionen Marke zum Ende des Jahres 2016 zu knacken.

Und darum sollten Sie in Vinyl-Platten investieren
Wenn Sie in eine Plattensammlung investieren, wird sich Ihr Geschmack und Ihre Wertschätzung für Musik um 100% verbessern. Auch wenn sich aktuelle Künstler in den Hype einkaufen, wird die Mehrheit aller Sammler noch immer jene Künstler bevorzugen, die der alten Vinyl-Ära entstammen. David Bowie’s Blackstar wird voraussichtlich im Jahr 2016 am häufigsten verkauft, dicht gefolgt von den Evergreens wie Miles Davis, Frank Sinatra, Fleetwood Mac und Pink Floyd. Sie alle stehen symbolisch für eine Zeit, die nicht durch kommerziellen Erfolg, Boybands oder Plattenfirmen-Buchhaltern definiert wird. Platten dieser Künstler erzählen uns eine Geschichte, die nicht durch einen Fingerwisch entdeckt werden kann.

David Bowie - Blackstar


Aber Sie investieren nicht nur in qualitativ hochwertige Musik, sondern auch in ein hochwertiges Kunstwerk. Das rechteckige Format der Plattenhülle ist ein fester Bestandteil der Vinyl-Erfahrung, welche die Karrieren namhafter Künstler wie Andy Warhol, Roger Dean und Burt Goldblatt erst ins Rollen brachte. Ihre Designs schafften eine visuelle Sprache für die Musik und verwandelten Platten in einige der heute noch weltweit bedeutendsten Kunstwerke aller  Zeiten. Seien Sie den Anderen voraus und investieren Sie jetzt, denn diese atemberaubenden Meisterwerke werden in ihrer Nachfrage und vor Allem im Preis steigen. Das legendäre Beatles Album „SGT. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ aus den 60er Jahren kostete damals nur 2 oder 3 Dollar. Und heute beträgt der geschätzte Wert im Online Auktionshaus Catawiki bereits 280 Dollar. Mit anderen Worten: bei Vinyl handelt es sich um Vollfett und bei Digital um Halbfett. Technisch mag eine digitale Aufnahme ein wenig sauberer klingen, allerdings werden auch viele zusätzliche Inhalte herausgefiltert.  Der Unterschied ist nicht besonders groß und dennoch liefert eine Vinyl-Platte häufig einen volleren Sound, der Sie bestimmt um einiges länger zufrieden stimmt und genau das macht Platten zu einer sicheren Investition.

Lassen Sie es uns kein Comeback nennen, denn Vinyl war immer da. Jetzt ist jedoch die beste Zeit sich mit der echten Musik auseinanderzusetzen und seine eigene Vinyl-Plattensammlung zu beginnen. Begeben Sie sich in unsere wöchentliche Platten Auktion und entdecken Sie, welche Vintage Platten für Sie bereit liegen.

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