Branchentrends

Darum sollten sich Oldtimer-Sammler unbedingt mal im Land der aufgehenden Sonne umsehen

Von Tom | 11. Dezember 2020


Ob man sich mit Autos auskennt oder nicht, viele von uns betrachten die japanische Automobilindustrie als ein neuartiges Phänomen und als Symbol der Moderne. Schließlich sind die Japaner bei uns vor allem für die Hybridmotoren bekannt und gelten als Pioniere auf dem Markt der Elektromotoren. Aber japanische Autos gibt es schon seit Jahrzehnten und viele davon sind heute echte Klassiker. Es geht um ihren unverwechselbaren Stil, technische Innovationen und viele Sicherheitsfeatures. Oldtimer-Experte Luca Gazzaretti erklärt, warum japanische Autos schon immer eine gute Wahl waren und warum sich jeder Sammler unbedingt auch mal in Japan umsehen sollte.


Wodurch zeichnen sich japanische Oldtimer vor allem aus?


Japanische Autos sind technologisch fortschrittlich, vielseitig einsetzbar und immer wieder für eine Überraschung gut. Seit den 50er Jahren haben sie der Autowelt Innovationen gebracht und die Hersteller nahmen eine Führungsrolle in der Entwicklung von Logistik-Lösungen für ihre Produktion ein. 


Ein berühmtes Beispiel für die Innovationskraft aus Fernost ist der Wankelmotor. Zwar stammt das Konzept aus Deutschland, wurde aber erst in Japan zu einem wirtschaftlichen und zuverlässigen Antrieb entwickelt. Die japanischen Mazda-Ingenieure machten den Motor im Laufe der Jahre immer effizienter und zuverlässiger, sodass sie 1991 sogar die 24 Stunden von Le Mans gewinnen konnten. 



Ein Mazda MX-5
  

Japanische Hersteller haben ein gutes Gespür für Trends. Da wäre zum Beispiel der Mazda MX-5 (Miata in den USA), der als sportliches kleiner Zweitwagen Einzug hielt, während der Subaru Impreza sportliches und sicheres Fahren kombinierte. Neben diesen Autos gab es den Toyota Land Cruiser, der seine Zuverlässigkeit auch im anspruchsvollsten Gelände bewies, oder den Suzuki Samurai, der seit den 80er Jahren unter jungen Leuten extrem beliebt ist.


Was unterscheidet sie von europäischen und amerikanischen Klassikern?


Der wesentliche Unterschied zum europäischen und amerikanischen Autobau liegt in der sehr unterschiedlichen japanischen Kultur verwurzelt. Abgesehen vom Mazda MX-5, der mit seinen einklappbaren Scheinwerfern und dem Doppelnockenwellen-Motor eindeutig vom Lotus Elan der 60er Jahre inspiriert wurde, ist in der westlichen Welt nichts mit einem Toyota 2000 GT, dem Honda NS800 oder dem Datsun 240Z zu vergleichen.


Kannst du uns ein paar japanische Kult-Oldtimer nennen? Warum sind die etwas Besonderes?

 

Für Sammler gibt es so einige interessante Modelle. Ich denke da an so Autos wie den Toyota 2000 GT, der sehr selten ist und große Berühmtheit durch den alten James Bond-Klassiker You Only Live Twice erlangte. Oder auch den Mazda Cosmo Sport, in dem der Wankelmotor erstmals wirklich effizient genutzt wurde und der mit seinen futuristischen Linien jeden Autoliebhaber begeistert. 



Ein The Toyota 2000 GT 

Unter den Youngtimern ist der Honda NSX „Gran Turismo“ ein Muss. Er kam 1990 auf den Markt und wurde von Ferraristi und Puristen zunächst belächelt. Solange, bis Ayrton Senna den NSX im bekannten Kurzfilm von Robert Alblas mit auf die Rennstrecke nahm und die Autowelt zum Staunen brachte. 



Der Honda NSX „Gran Turismo”

Weitere gute Investitionen sind der Datsun 240Z, der als Coupé in den USA äußerst beliebt war; der echte Evergreen Mazda MX-5, vor allem der MK 1; der Honda S2000 Spider mit außergewöhnlichen sportlichen und technischen Fähigkeiten; der sparsame 4x4 Suzuki Samurai und der Subaru Impreza, der immer wieder alle Rallyes dominierte und über Allradantrieb mit Boxermotor verfügte.


Warum lohnt es sich, in diese Autos zu investieren?


Wenn Sie Ihr Geld gerne in einen japanischen Oldtimer investieren möchten, sollten Sie sich unbedingt nach unverbastelten Originalfahrzeugen umsehen. Viele Besitzer haben ihre Autos in den 90ern umgebaut, das war damals einfach cool. Aber das macht die Suche auf dem heutigen Markt auch relativ schwierig. Auf der anderen Seite sehen wir auf dem Markt ein stark steigendes Interesse nach japanischen Klassikern, insbesondere unter jungen Sammlern.



Mitsubishi ist eine der vielen weltweit beliebten japanischen Automarken

Die Welt der japanischen Autos ist heute sehr vielfältig, was auch für die Fangemeinde gilt. Man findet jede Art von Sammler – die, die ihr Auto komplett umbauen, bis hin zu den echten Puristen und Liebhabern kleiner Mazda Spiders. Eines ist klar - es gibt keinen Grund, jetzt nicht in ein klassisches japanisches Auto zu investieren. 

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