Geschichte

Poster von vergangenen Welten großer Ozeandampfer

Aktualisiert von Laura | 16. Juli 2020

Die großen Ozeandampfer, die von 1890 bis in die 1960er Jahre um die Welt fuhren, waren einst als Giganten der Meere bekannt und ermöglichten den Reisenden ein ultimatives Luxuserlebnis. Als dann der Flugverkehr aufkam, bedeutete dies das Ende der großen Ozeandampfer. Was aber bleibt sind tolle Eindrücke von der schillernden Welt der Ozeanriesen. Einige der größten Werbetalente des frühen 20. Jahrhunderts wurden angeworben, um die Ozeandampfer zu bewerben und 70 Jahre später sind ihre Kunstwerke noch immer genauso eindrucksvoll wie zur aktiven Zeit der Meeresgiganten.

Holland America Line von Wim ten Broek, 1936


Wahrscheinlich das bekannteste niederländische Art Deco Poster. Dieser Entwurf bewarb die Schiffsverbindung Rotterdam und New York der renommierten Holland America Line. Ein zeitloses Design von Wim ten Broek (1905 - 1993). Anhand der diagonalen Linien und durch den tiefen Betrachtungswinkel erkennt man, dass er sich deutlich von den Werken von Cassandre inspirieren ließ. Ein tolles Detail ist die weiße Silhouette eines kleinen Segelbootes vor dem gigantischen Ozeandampfer.


Holland America Line, SS Nieuw Amsterdam von Reyn Dirksen, 1953


Dieses Plakat von Reyn Dirksen (1924 - 1999) stammt aus der Mitte des letzten Jahrhunderts und hat ebenfalls die Holland America Line als zentrales Thema. Es zeigt die SS Nieuw Amsterdam, die von vielen als das schönste Schiff der Reederei betrachtet wird. Das Innere dieses Schiffes wurde von zahlreichen niederländischen Künstler*innen und Designer*innen mitgestaltet. Der Text auf dem Poster sagt alles: "It's Good to be on a Well-run Ship". Mit lebendigen Farben und dem Einsatz der Vogelperspektive erschuf Dirksen einen tollen Einblick in das bunte Treiben auf hoher See.

Norddeutscher Lloyd Bremen - anonym, 1930


Dieses Art Deco Poster im japanischen Stil stammt aus dem Jahr 1930 und bewirbt die Reederei Norddeutscher Lloyd, welche von Bremen Richtung Indien, China und Japan ablegte. Das Plakat überzeugt vor allem durch das ausgefeilte Druckverfahren und die daraus resultierenden unglaublich schönen Farben. Die Buchstaben, das Schiff und die Kirschblüten wurden in goldener Metallicfarbe gedruckt, die großartig zu dem orangefarbenen Mond und dem schwarz-blauen Hintergrund passen.

Cie Transatlantique, Paquebot ville de Tunis von A. Brenet, ca. 1960


Die Compagnie Générale Transatlantique war im Ausland auch als die French Line bekannt. Die Reederei hatte viele Linienschiffe im Dienst, darunter Fracht- und Postschiffe, aber auch einige Passagierschiffe. Die angebotenen Reiseziele waren die französischen Antillen, Venezuela, Tunis und Tunesien. Sie alle wurden mit einheimischen Frauen vor den ankommenden Schiffen beworben. Der französische Maler Albert Brenet (1903 - 2005) arbeitete häufig für französische Eisenbahn- und Luftfahrtgesellschaften, war aber in erster Linie ein maritimer Maler. Sein Stil zeichnete sich durch das Spiel von Fotorealismus und skizzenhaften Pinselstrichen aus.

Marseille, Porte de l'Afrique du Nord (1929) von Roger Broders, 1929


Das 1929er Marseille-Poster behandelt die französische Eisenbahngesellschaft Compagnie Paris-Lyon-Méditerranée (PLM). Es zeigt die vielen Dampfschiffe im Mittelmeerhafen, die nach Nordafrika abfahren. Der Designer, Roger Broders (1883 - 1953), war besonders für seine Art-Deco-Darstellungen der Strände an der Côte d'Azur und alpinen Skigebieten bekannt.
 

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