Leitfäden und Ratschläge

Die Bedeutung der verschiedenen Buddha-Posen

Von Laura | 6. Februar 2020


Der Buddhismus vereint eine Reihe verschiedener Kulturen und Traditionen auf lokaler und nationaler Ebene. Auch wenn sich der Stil von Buddha-Statuen regional unterscheidet, kann man ihre spirituelle Bedeutungen immer an den Handgesten, auch Mudras genannt, erkennen. Insgesamt gibt es über 100 verschiedene Mudras. Aber was haben sie alle zu bedeuten? Eric Piffret, unser hauseigener Buddhismus-Experte, hat für uns die häufigsten Buddha-Gesten aufgelistet, damit Sie genau Bescheid wissen, was die einzelnen Statuen Ihnen sagen wollen.


Bhumisparsha Mudra

Der Bhumisparsha-Buddha wird immer in sitzender Position dargestellt, wobei die rechte Hand auf dem Knie liegt und die Finger zur Erde zeigen. Die linke Hand ruht auf dem Schoß mit der Handfläche nach oben. „Bhumisparsha" bedeutet „Die Erde berühren" oder „Die Erde rufen, um Zeugnis abzugeben". Diese Mudra steht für den Moment, in dem Buddha unter einem Bodhibaum erleuchtet wurde.

Bhumisparsha ist ein Symbol für die Erleuchtung


Dhyana Mudra

Beim Dhyana-Buddha liegen beide Hände ruhend auf dem Schoß. Der Rücken der rechten Hand stützt sich auf die Handfläche der linken Hand. Oft berühren sich die Daumen und bilden so das mystische Dreieck. Hierbei handelt es sich um die Meditationsmudra, ein Symbol der Weisheit. Buddha nahm diese Haltung während seiner letzten Meditation unter dem Bodhibaum ein, als er die Erleuchtung erlangte.


Diese Mudra steht für die Weisheit

Abhaya Mudra 

Die Abhaya Mudra zeigt den Buddha mit erhobener rechter Hand, die Handfläche nach außen und die Finger nach oben, während der linke Arm neben dem Körper liegt. Buddha wird in dieser Position sowohl im Stehen als auch im Sitzen dargestellt. Diese Mudra ist die Geste der Furchtlosigkeit. Sie zeigt den Lebensabschnitt Buddhas, unmittelbar nach der Erleuchtung.


Die Abhaya Mudra symbolisiert die Furchtlosigkeit


Varada Mudra

Der rechte Arm des Varada-Bhudda fällt nach unten, wobei die Handfläche dem Betrachter zugewandt ist. Die fünf ausgestreckten Finger stehen für die fünf Vollkommenheiten: Großzügigkeit, Moral, Geduld, Anstrengung und Konzentration. Die Varada Mudra steht für Mitgefühl und Nächstenliebe und wird oft mit anderen Mudras kombiniert.


Die Varada Mudra steht für Mitgefühl und Nächstenliebe


Karana Mudra

Bei der Karana Geste zeigen Zeigefinger und kleiner Finger gerade nach oben, während die anderen Finger in die Handfläche gefaltet werden. Der Karana Buddha kann sowohl sitzend als auch stehend dargestellt werden. Diese Geste wird eingesetzt, um das Böse abzuwehren und Dämonen und negative Energien loszuwerden.

Wenn zu viele Dämonen umher geistern, soll die Karana Mudra helfen


Dharmachakra Mudra 

Bei dieser Mudra berührt die Spitze des Mittelfingers der einen Hand die Spitzen von Daumen und Zeigefinger der anderen Hand, bildet damit den mystischen Kreis und zwar auf Höhe des Herzens. Diese Geste repräsentiert die Bewegung des Dharma-Rads. Nachdem der Buddha die Erleuchtung erlangte, gab er seine erste Lehre an einen Gefährten im Hirschpark von Sarnath weiter. Somit steht diese Geste für die Lehre.

Diese Mudra steht dafür, dass das Dharma-Rad in Bewegung versetzt wird


Vitarka Mudra

Bei der Vitarka Mudra berühren sich die Spitzen von Daumen und Zeigefinger und bilden einen Kreis. Die rechte Hand wird zum Betrachter hochgehalten und die linke Hand ruht im Schoß. Die Mudra symbolisiert die Lehrphase im Leben Buddhas und der Kreis steht für einen nicht enden wollenden Energiefluss.


Die Vitarka Mudra soll die Lehrphase und den endlosen Energiefluss im Leben darstellen


Die verschiedenen Bhudda-Statuen haben alle eine andere Bedeutung, stehen für ein Ereignis im Leben des Buddhas und tragen eine wichtige Botschaft oder Lektion in sich. Welche spricht Sie am meisten an? 

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