Bernhards Jos. Schleis - Zweifelsfragen an ... Samuel Semmler, über die Sammlungen deren gaßnerischen Geister-Beschwörungen - 1776

Beschreibung
Bernhards Jos. Schleis - Zweifelsfragen an ... Samuel Semmler, über die Sammlungen deren gaßnerischen Geister-Beschwörungen - 1776
Freimaurerei, Kuriositäten & Ephemera - Anzahl: 1 - Buch

Angeboten wird hier eine seltene Broschüre des Jahres 1788:


Bernhards Jos. Schleis
Doktors und Churfürstl. Pfalz- und Sulzbachischen Raths und Leibarzes [sic] ...
Zweifelsfragen An Tit. Herrn Doct. Samuel Semmler, zu Halle über die Sammlungen deren gaßnerischen Geister-Beschwörungen, 1776
Sulzbach, gedruckt mit Galwitzischen Schriften. Nachgedruckt in Augsburg im Jahr 1788

16,5 x 10 cm. 102 Seiten.

*Verteidigungsschrift Gassners gegen den Kritiker Samuel Semmler zu Halle, verfasst von dem Suzbacher Arzt und Freimaurer Bernhard Joseph Schleiß von Löwenfeld. - Johann Joseph Gassner (1727-1779) war ein seinerzeit weithin bekannter Exorzist und Wunderheiler aus dem Vorarlberg. Die meisten Krankheiten schob er dem Einfluss von bösen Geistern zu und verlegte sich auf Teufelsbeschwörungen durch Segensprechungen und Gebete. Berühmt wurde er durch die seltsamen Phänomene die seine Kuren bei den Kranken und "Besessenen" erzeugten. Selbst der Bischof von Konstanz rief ihn zu einem Fall nach Konstanz, kam dann aber zu der Überzeugung, dass Gassners Wirken Scharlatanerie sei. 1774 wurde Gassner jedoch vom Bischof Fugger nach Ellwangen und später nach Regensburg berufen und hatte dort einen unbeschreiblichen Zulauf aus Böhmen, Österreich, Bayern, Schwaben, Franken u.a., bis Joseph II. schließlich 1777 eingriff und Gaßner befahl, Regensburg zu verlassen. Als Entschädigung erhielt er vom Bischof die Pfarrei Pondorf in Niederbayern, wo er 2 Jahre später ganz verschollen starb. Viele Zeitgenossen wie Lavater und Eschenmeyer verteidigten seine Kuren, Mesmer hingegen stand ihm eher kritisch gegenüber. Gaßner war neben Swedenborg und Cagliostro einer der aufsehenerregendsten Vertreter der okkultistischen Welle, die damals durch Europa ging.

Sauber und sehr gut erhalten. Sprache: Deutsch

Flugschrift mit Rückenbroschur.


Sehr selten, kein Eintrag im ZVAB!

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Bernhard Joseph Schleiß von Löwenfeld, (auch Schleis und Schleiss; geboren 24. März 1731 in Lauterecken; gestorben 9. Dezember 1800 in Sulzbach) war ein kurpfälzischer Hof- und Medizinalrat und Stadtphysikus in Sulzbach und Autor freimaurerisch-rosenkreuzerischer Schriften. Er wird zu den maßgeblichen Mitgliedern des Ordens der Gold- und Rosenkreuzer in dessen erster Phase gezählt.
Familie

Bernhard Joseph Schleiß stammt aus der Familie des am 10. Oktober 1630 unter Namensmehrung mit „von Löwenfeld“ in Regensburg in den Reichsadelstand erhobenen königlichen Hofkanzlisten Jacob Schleiß. Eine bayerische Adelsbestätigung für die Nachkommen erfolgte am 26. Januar 1818 in München.

Schleiß studierte in Heidelberg Medizin, wo er 1757 promoviert wurde. 1758 nahm er als Feldmedikus am Siebenjährigen Krieg teil. Anschließend wurde er Stadt- und Landphysikus in Sulzbach und Leibarzt der Herzogin Maria Franziska, kurfürstlicher Medizinalrat und schließlich 1760 vom Kurfürsten Karl Theodor zum Hofpfalzgrafen ernannt.

Er ist der Autor zweier wichtiger Verteidigungsschriften der Gold- und Rosenkreuzer.

Die erste dieser Schriften richtete sich gegen einen Traktat von Johann Jacob Moser der unter dem Titel Von Geduldung der Freymaurer-Gesellschaften; besonders in Rücksicht auf den Westphälischen Friden 1776 erschienen war. Unter dem Pseudonym Carl Hubert Lobreich von Plumenoek veröffentlichte Schleiss 1777 die Schrift Geoffenbarter Einfluß in das allgemeine Wohl der Staaten der ächten Freymäurerey aus dem wahren Endzweck ihrer ursprünglichen Stiftung erwiesen, und der Schrift des Königl. Dän. Etaatsraths Johann Jacob Mosers, von Geduldung der Freymäurergesellschaften, besonders in Absicht auf den Westphälischen Frieden, entgegen gesetzt.
1782 veröffentlichte Schleiss unter dem Pseudonym Phoebron den im Lichte der Wahrheit strahlenden Rosenkreutzer. Letztere Schrift mit dem Untertitel „allen lieben Mitmenschen, auch dem Magister Pianco zum Nutzen hingestellt“ war eine öffentliche Erwiderung des Ordens auf die Streitschrift Der Rosenkreuzer in seiner Blösse : Zum Nutzen der Staaten hingestellt durch Zweifel wider die wahre Weisheit der so genannten ächten Freymäurer oder goldnen Rosenkreutzer des alten Systems / von Magister Pianco, vieler Kreisen Bundsverwandten (Amsterdam [= Bauer, Nürnberg] 1781). Hinter dem Pseudonym Pianco verbarg sich der 1780 aus dem Orden ausgeschlossene Hans Karl von Ecker und Eckhoffen.

Der von Schleiß als Pseudonym verwendete Name Phoebron erscheint in den Ordensakten als Ordensname eines Hauptdirektors des süddeutschen Organisationsbereichs. Wann Schleiß genau welche Stellung im Orden hatte, ist schwer auszumachen. Einerseits erscheint er „ausgeschlossen“ bzw. eben geduldet, dann wieder geradezu als Exponent des „Sulzbacher Kreises“ und damit des Ordens in der Zeit zwischen den Reformationen 1767 und 1777 und für dessen eigentümliche Verbindung von Alchemie, Theosophie, Kabbala, Freimaurertum, die dann wieder derart katholisierende Züge aufwies, die Knigge veranlassten, in den Gold- und Rosenkreuzern eine Tarnorganisation des aufgehobenen Jesuitenordens zu vermuten.

Weitere Schriften von Schleiß befassen sich mit dem Wirken des Pfarrers, Wunderheilers und Exorzisten Johann Joseph Gaßner, der von Schleiss nach Sulzbach eingeladen wurde, dort seine Kuren zu praktizieren, und von ihm gegen die Kritik Lavaters verteidigt wurde.

Los-Details
Objekt
Buch
Anzahl der Bücher
1
Thema
Freimaurerei, Kuriositäten & Ephemera
Autor/ Illustrator
Bernhards Jos. Schleis
Buchtitel
Zweifelsfragen an ... Samuel Semmler, über die Sammlungen deren gaßnerischen Geister-Beschwörungen
Zustand
Sehr gut
Erscheinungsjahr (ältestes Objekt)
1776
Ausgabe
Erstauflage
Sprache
Deutsch
Originalsprache
Ja
Anzahl der Seiten
3
Abmessungen
16×12 cm
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